Meeresschutzgebiete: Instrument des Fischereimanagements

Meeresschutzgebiete (Marine Protected Areas – MPAs) sind wichtige Instrumente bei der Regulierung der Fischerei und anderer menschlicher Aktivitäten im Meer. Zu den Beispielen fürs MPAs 
in Amerika gehören nationale Meeresschutzzonen, Nationalparks und Wildreservate, viele einzelstaatliche Natur- und Landschaftsschutzgebiete und eine Vielzahl von Sperrgebieten für die Fischerei. Das Wort „Meeresschutzgebiet“ (früher „Sperrgebiet“) kann unterschiedliches bedeuten, bezieht sich aber immer auf die Sperrung des Meeresgebietes
für bestimmte menschliche Aktivitäten. Nationale, einzelstaatliche und regionale Behörden haben mehr als 1.500 MPAs eingerichtet. Zu den Zielen gehören unter anderem der Erhalt des Lebensraums und der Biodiversität, erweiterte wissenschaftliche Erkenntnis, Ausbildungsmöglichkeiten, Freizeitaktivitäten, Erhalt ökologischer Dienste, Schutz kulturellen Erbes und Fischereimanagement.

Boot auf dem Wasser

Copyright: ASMI

Im Fischereimanagement werden MPAs unter anderem angewendet, um Entnahmemengen bei Zielarten zu kontrollieren, Laich- und Aufzuchtgebiete zu schützen, Nachhaltigkeitsziele zu verbessern, den Beifang von Nicht-Zielarten zu verringern, den gesamten Lebensraum am Meeresboden vor Störungen durch Fanggeräte zu schützen sowie als Sicherung gegen Unwägbarkeiten und für den Erhalt der genetischen Vielfalt.

Insgesamt sind über 40 MPAs in Gewässern vor 
Alaska ausgewiesen, von denen viele mehrere Gebiete einschließen. Zusammengezählt umfassen sie praktisch alle nationalen Gewässer vor Alaska. Zusätzlich gibt es viele und ausgedehnte MPAs in Alaskas Staatsgewässern. Sie erstrecken sich über tausende von Quadratmeilen und beinhalten Fischereibeschränkungen aufgrund verschiedener MPA-Bestimmungen. Allein die kommerzielle Lachsfischerei ist auf mehr als 1,5 Millionen Quadrat-Seemeilen Meeresfläche verboten.

Die Grafik zeigt eine breite Vielfalt an Meeresschutzgebieten, denen durch nationale US-Gesetzgebung und Alaskas Staatsgesetze Geltung verschafft wird und an die sich die Berufsfischerei strikt hält. Zusätzlich zu diesen MPAs gibt es viele weitere Zonen, die ganzjährig oder saisonal für die Fischerei geschlossen sind.

Die Grafik zeigt eine breite Vielfalt an Meeresschutzgebieten, denen durch nationale US-Gesetzgebung und Alaskas Staatsgesetze Geltung verschafft wird und an die sich die Berufsfischerei strikt hält. Zusätzlich zu diesen MPAs gibt es viele weitere Zonen, die ganzjährig oder saisonal für die Fischerei geschlossen sind.

In den nationalen Gewässern der Vereinigten Staaten (3 bis 200 Seemeilen vor der Küste) werden MPAs in der Regel von einem regionalen Fischereimanagement- Gremium eingerichtet.

In staatlichen Gewässern (0 bis 3 Seemeilen vor
der Küste) liegt die vorrangige Zuständigkeit für das Fischereimanagement – und insbesondere die MPAs – generell beim Küstenstaat. Entsprechend richtet in Alaska das Alaska Board of Fisheries (kurz Board) MPAs ein und erlässt Verordnungen, die vom Alaska Department of Fish and Game (ADFG) umgesetzt werden.

Die Einrichtung und der Erhalt von Alaskas MPAs werden von den Interessensvertretern der Fischerei voll unterstützt, insbesondere von der Berufsfischerei. Denn Regierung und Wirtschaft haben das gemeinsame Ziel eines vorbeugenden, nachhaltigen, am Ökosystem ausgerichteten Fischereimanagements und beide wissen um die wichtige Rolle, die MPAs in diesem komplexen System spielen.