Von Ketchikan nach Juneau – Tag 3 und 4 unserer Reise

An unserem dritten Tag im nördlichsten Bundesstaat der USA haben wir unsere Alaska-Taufe bekommen: Regen, Regen, Regen! Umso größer war unsere Freude über die wiederaufgetauchten Koffer, die, randvoll mit praktischer Regenkleidung, genau zum rechten Zeitpunkt ankamen.

Um die Bandbreite der Fischverarbeitung in Alaska kennenzulernen, haben wir am Dienstag Trident Seafood besucht und uns die dortige Produktion von John Scoblic, dem Manager, erklären lassen. Trident Seafood gehört zu den größten Verarbeitungsbetrieben Alaskas. Das Unternehmen stellt vor allem Dosenlachs her, eine Darreichungsform, die in den USA weit verbreitet, in Deutschland jedoch kaum bekannt und beliebt ist.

Nach unserem Besuch in dem Unternehmen mit Sitz in Ketchikan, ging es für uns mit dem Flugzeug weiter über Sitka nach Juneau. Juneau ist trotz seiner überschaubaren Größe von 30.000 Einwohnern die Hauptstadt Alaskas und wirkt tatsächlich etwas städtischer.

Mittwoch also verbrachten wir in Juneau und besuchten den Caviar Produzenten und FRIEDRICHS Lieferanten Taku. Der Einkaufsleiter von Gottfried Friedrichs, Hendrik Hahn, hat sich auch an diesem Tag Zeit nehmen können und uns auf der Tour durch das Unternehmen mit dem Geschäftsführer Hank Baumgart zu begleiten. In den nächsten Tagen werden wir Ihnen näher berichten, wie Wildlachs-Caviar hergestellt wird und wie uns die frischen, zarten Kugeln geschmeckt haben.

Das Highlight unseres Tages in Juneau war aber sicherlich unsere Whale Watching Tour vor der Küste.

Wal

Copyright: FRIEDRICHS

Nach langem Warten und einigen entfernten Sichtungen, tauchten neben unserem Boot mit einem Mal immer mehr Wale auf. Orkas und Buckelwale tummelten sich ganz in unserer Nähe, schwammen immer wieder an die Wasseroberfläche, stießen Fontänen in die Luft und reckten uns ihre gigantischen Schwanzflossen entgegen. Und dann, als wären sie nur für uns da gewesen, beendeten Buckelwale ihre Choreografie mit gleich zwei eleganten Sprüngen durch den alaskanischen Sprühregen.

Wieder zurück in Downtows Juneau hieß es am Mittwoch etwas Sightseeing – ganz im Zeichen des Lachses. Denn, was wir bisher nicht gewusst hatten: Eine unserer Reisebegleitungen von ASMI, Megan Rider, ist die Enkelin des Mannes, der im Guiness-Buch der Rekorde den Rekord für den größten, jemals gefangenen Lachs hält. Der inzwischen über 90 Jahre alte Mann hat die präparierte Lachs-Dame, die in den 70er Jahren mehr als 90 Pfund auf die Waage brachte, an seiner Wohnzimmerwand hängen.

Guiness World Record

Copyright: FRIEDRICHS

Umso mehr freute es uns, dass wir ihn besuchen und uns berichten lassen konnten, wie es ist, ein solches Schwergewicht auf dem Meer zu ziehen. Danach ging es für uns weiter zu einem Fluss voller Lachse auf dem Weg zum Laichen.

Lachse im Fluss

Copyright: FRIEDRICHS

Die kräftigen Tiere schwimmen zu dieser Zeit des Jahrs gegen die starke Strömung flussaufwärts zu ihren Laichplätzen. Die Ausdauer und Energie, mit denen die Tiere sich der Fließbewegung des Wassers widersetzen, war zutiefst beeindruckend. Allerdings nicht minder beeindruckend als der Nahe bei Juneau liegende Mendenhall Glacier, einem in die Bay kalbenden Gletscher.

Gletscher

Copyright: FRIEDRICHS

Als krönender Abschluss des Tages ging es für alle dann zu Tracy’s King Crab Shack, einem berühmten Restaurant, um die riesigen und für Alaska so typischen King Crabs zu essen. Optisch ein kleines Massaker, geschmacklich ein Hochgenuss!

Und was landet als nächstes auf dem Teller?

King Crabs

Copyright: FRIEDRICHS

 

Ein Gedanke zu „Von Ketchikan nach Juneau – Tag 3 und 4 unserer Reise

  1. Mit dem größten Vergnügen würde ich an einem besonderen Tag – wie z.B. meinem demnächst anstehenden Geburtstag – gern mit guten Freunden das bei Juneau gelegene Restaurant Tracy’s King Crab Shack besuchen und wir würden uns dort an tollen Hummer-Gerichten erfreuen

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