Auf der Spur der Lachse – Verbraucher berichten, Teil 2

Liebe Leser,
gestern hat unsere Gewinnerin Carolin Ihnen bereits von ihrer ersten Zeit in Alaska berichtet. Heute hat sie für Sie über unseren zweiten Tag in Ketchikan geschrieben. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Lesen!

Montag, 10. August

Tag 3 ohne Koffer. Mittlerweile hatten wir uns aber unserem Schicksal ergeben und waren eher erstaunt, mit wie wenig man tatsächlich im Notfall auskommt. Eine Erkenntnis, die mir hoffentlich bei weiteren Reisen zugute kommt.
Außerdem sollte ja heute auch unser offizielles Lachs-Programm starten: Nach einem nährstofftechnisch eher fragwürdigem Bacon-Frühstück mit starkem Filterkaffee ging’s zunächst an den Hafen. Hier hatten wir die Gelegenheit mit Bruce Wallace (nein, die Vokale im Nachnamen wurden hier nicht vertauscht), einem hiesigen Fischer aus Ketchikan, über seine Arbeit zu sprechen. Bruce ist seit über 30 Jahren mit seinem Kutter auf Achse, für eine kleine Spritztour reichte es aber leider nicht, da er mit seiner Crew recht schnell wieder in See stechen musste. So ein „Arbeitstag“ auf dem Kutter dauert hier meistens zwei – bis drei Tage.

Carolin mit einem Lachs

Copyright: FRIEDRICHS

Unser ab heute straff durchgetakteter Zeitplan hatte jedoch ohnehin gleich den nächsten Programmpunkt in petto: Die Besichtigung von E.C. Phillips, einem Fischverarbeitungsbetrieb im Hafen von Ketchikan.

E.C. PHILLIPS & SON

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Ehrlich gesagt hatten wir wohl alle etwas Bedenken, ob unseres nicht ganz passenden Schuhwerkes (unsere dafür geplante Ausstattung befand sich ja noch auf irgendeinem Flughafen zwischen Hamburg und Seattle), aber unsere Befürchtungen waren tatsächlich umsonst. Natürlich handelt es sich bei einer Verarbeitung um nichts anderes als einen Schlachthof, aber es stank weder stark nach Fisch noch bewahrheiteten sich meine insgeheimen Befürchtungen, knöcheltief durch Fischreste starksen zu müssen. Gemeinsam mit Geschäftsführer Larry Elliot konnten wir den gesamten Verarbeitungsprozess begutachten: Das Anlanden der Lachse, die direkte Verabeitung bis hin zum Verpacken der frischen Lachsseiten. Friedrichs selbst bezieht die Lachse allerdings ausgenommen, aber im Ganzen und filitiert die Ware vor Ort in Deutschland. Ein wirklich interessanter Einblick und ich hätte nicht vermutet, dass so viele Arbeitsschritte tatsächlich per Handarbeit durchgeführt werden. Zum Schluss gab’s dann als Highlight noch eine grandiose Lachsverkostung, die das Frühstück definitiv in Vergessenheit geraten ließen.

Nach einer kurzen Stärkung im örtlichen Starbucks stand als nächstes unser Date mit dem Chef des Alaska See Department an. Sollte es jemals eine 6. Staffel Breaking Bad geben – Scott Walker hätte optisch ohne weiteres eine tragende Rolle übernehmen können. Sein einstündiger Vortrag über seine Aufgabe war aber tatsächlich ähnlich spannend: Er und seine zwei Mitarbeiter überwachen die gesamten Fischschwärme im Gebiet rund um Ketchikan, das lachsreichste in ganz Alaska. Dazu fliegen sie per Flugzeug die Küste ab und kontrollieren, wie viele Lachsschwärme zu finden sind, welche Route sie nehmen und wie viele Lachse tatsächlich zum Laichen wieder die Flüsse hochziehen, bevor sie sterben. All diese Faktoren helfen ihm und seinem Team dabei zu entscheiden, wie viele und in welchen Gebieten Lachse geangelt werden dürfen und ob er ein Verbot für entsprechende Fanggebiete aussprechen muss. Zudem werden einige Lachse im Schwarm, der im jungen Alter in den Flüssen ausgesetzt wird, gechippt und können so später wieder identifiziert werden. Dabei verlässt sich Scott Walker auf seine Beobachtungen, Erfahrungen und nicht zuletzt sein Bauchgefühl. Bis jetzt hätte es immer gestimmt und die Lachsbestände wären trotz Fischerei nicht zurückgegangen. Wollen wir hoffen, dass es lange so bleibt. Auf die Frage, ob er unter den Fischern nur Freunde hat, musste er lachen.

Da am Nachmittag die vage Vermutung durchsickerte, dass wir gegen Nachmittag endlich zumindest einige unserer Koffer geliefert bekommen sollten, verschoben wir die Tour durch den Totem-Pfahl-Park und fuhren zurück zu unserer Bleibe. Das Warten erwies sich allerdings als überflüssig, da anscheinend doch noch nicht alle Gepäckstücke in Ketchikan gelandet waren. Also verließen wir das Hotel erneut im alt bewährten Trekking-Outfit und machten uns auf den Weg zum Harbour Restaurant, wo ein super leckeres Essen an der Waterfront auf uns wartete. Und siehe da, kaum bestellt, erreichte uns endlich die Nachricht, dass all unsere Koffer im Hotel eingetroffen wären.

Die Koffer sind angekommen

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Darauf gab’s erst mal ne Runde Champagner und danach noch einen kleinen Einblick in die alaskanische Barkultur. Rein aus journalistischem Interesse versteht sich.

Carolin K.

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LachsRezept

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