Seafood aus Norwegen: Tipps für Bergen

Gleich nach den Portugiesen essen von allen europäischen Nationen die Norweger den meisten Fisch. Rund 53,4 Kilogramm hat im Schnitt jeder Nordmann 2013 verspeist. Kein Wunder! In kaum einem Land gibt es eine so große Auswahl und Verfügbarkeit von frischem Fisch und Meeresfrüchten. Auch die in den letzten Jahren so populär gewordene New Nordic Cuisine, die von Dänemark aus die Nachfolge der spanischen Molekularküche angetreten hat, setzt neben regional-saisonalen Gemüsesorten vor allem auf frischen, heimischen Fisch und natürlich auf Seafood aus Norwegen.

Seafood Norwegen

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Die Palette an Seafood aus Norwegen bietet für jeden Geschmack und jedes Kochvorhaben wunderbare Rohwaren: Neben den wohl bekanntesten Fischarten Lachs und Hering sind in den letzten Jahren vor allem der Winterkabeljau, besser bekannt unter dem Namen Skrei, und die Fjordforelle beliebt geworden. Aber auch Seafood, wie Austern, Jakobsmuscheln und Miesmuscheln, kann in Norwegen frisch erworben und verzehrt werden. Und dann natürlich die köstlichen Hummer, Kaisergranaten und die berühmten Königskrabben, die vor den langen Küsten Norwegens gefangen und in den Handel und auf die Teller gebracht werden.

Als wir Anfang Mai dieses Jahres mit acht Bloggern eine Reise zur Erkundung der norwegischen Aquakultur nach Bergen machten, haben wir darum auch die Chance genutzt, so viel Fisch und Seafood aus Norwegen zu essen, wie nur möglich. Norwegen ist nicht unbedingt das Land, bei dem man zuerst an gutes Essen denkt, ist die Landesküche doch von eher rustikaler und einfacher Hausmannskost geprägt. Dass es inzwischen im hohen Norden jedoch wahre kulinarische Kleinode und grandiose Ableger der New Nordic Cuisine gibt, davon konnten wir uns gleich mehrmals überzeugen. Heute möchten wir Ihnen darum zwei ausgesprochen gute Adressen für eine maritime Genussreise in die zweitgrößte Stadt Norwegens vorstellen.

Restauranttipps für Ihren Urlaub in Bergen

Lysverket 

Lysverket, Bergen

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Das Lysverket in der Bergener Innenstadt ist weit über die kleine Stadt hinaus berühmt. Das Gourmetrestaurant, das in einem Teil des KODE-Kunstmuseums untergebracht ist, wurde 2013 von Christopher Haatuft gegründet. In gemütlichem Industrial Chic kocht der Küchenchef für seine Gäste in der offenen Küche Vier- und Sieben-Gänge-Menüs. Er selber bezeichnet seine Art zu Kochen als „Neo-Fjordic Cuisine“ und verleiht so der Tatsache Geltung, dass viele seiner Gänge mit frischestem Seafood aus Norwegen zubereitet werden und in der Tradition der „New Nordic Cuisine“ stehen. Wir haben das Lysverket ausprobiert und waren mehr als begeistert!

Traditionelle Zutaten modern interpretiert

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Traditionelle norwegische Zutaten und Gerichte modern und mit viel kulinarischem Humor neu interpretiert: So reichte uns Haatuft beispielsweise als Gruß aus der Küche einen winzigen Dürum-Döner mit feinstem Fisch gefüllt. Köstlich, unerwartet und ausgesprochen schön präsentiert! Und das für einen angemessenen Preis, der – in Anbetracht des allgemein hohen norwegischen Preisniveaus – nicht überzogen erscheint. Wir empfehlen zu reservieren.

Cornelius

Cornelius, bei Bergen

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Ein Abend im Restaurant Cornelius beginnt so norwegisch wie nur möglich. Das Restaurant, das auf einer kleiner Insel außerhalb Bergens liegt, erreicht man nämlich nur mit dem hauseigenen Bootsshuttle. Die Gäste werden im Hafen von Bergen abgeholt und können sich bei einem Getränk schon an Bord der Yacht auf den Abend einstimmen. In dem ausgewiesenen Seafood-Restaurant können Sie nicht nur mehrgängige Menüs mit Blick auf die zerklüftete Schärenlandschaft genießen, sondern auch ein typisch norwegisches Seafood-Dinner bestellen. Hier sind es nicht die raffinierten Zubereitungsarten oder die ausgeklügelten Rezepte, die bestechen. Es ist die einmalig gute Qualität aller Rohwaren – Austern, Königskrabben, Kaisergranaten, Krabben und vielem mehr – die vom ersten bis zum letzten Biss überzeugt.

Norwegisches Seafooddinner

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Auf unkompliziert nordische Art werden Schüssel um Schüssel feinste Meeresfrüchte aufgetragen. Beim Krabbenpulen und Scheren-Knacken kommen die Gäste ins Gespräch und beenden den Abend natürlich stilecht mit einem norwegischen Linie-Aquavit, bevor das Boot alle wieder in die City zurückbringt. Ein Abend auf dieser Insel ist ein Gesamterlebnis und wärmstens zu empfehlen!

Für den kleinen Seafood-Hunger: Norwegische Krabbenbrote 

Einfach und gut: Als kleines Mittag- oder Abendessen können in fast jedem norwegischen Lokal dick mit Krabben belegte Brote gegessen werden. Gekrönt von einer großzügigen Haube echter Mayonnaise sind die kleinen Brote reichhaltig-gutes Seafood-Soulfood  und die Krabben geschmacklich allen in Deutschland erhältlichen Namensvettern weit überlegen.

Krabbenbrot in Norwegen

Copyright: Gottfried Friedrichs

 

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