Lachs aus Aquakultur in Norwegen: Frischer Fisch aus dem hohen Norden

Er ist der beliebteste Fisch der Deutschen und zwei von drei Menschen verspeisen ihn einmal im Monat. Die Rede ist natürlich vom Lachs! Wer in Deutschland Lachs verzehrt, hat mit hoher Wahrscheinlichkeit einen Fisch aus dem nördlichsten Land Europas auf dem Teller: 81% der in Deutschland konsumierten Lachse sind atlantische Lachse, von denen wiederum 90% aus Norwegen stammen. Norwegen ist einer der größten Fischproduzenten der Welt und hat mit der Erfindung der Aquakultur die Fischbranche revolutioniert und frischen Lachs ganzjährig verfügbar gemacht. Und: Jede zweite Lachsportion wird als Räucherlachs genossen. Auch FRIEDRICHS bezieht jährlich mehrere Millionen Kilogramm atlantischen Lachs aus Norwegen, was ungefähr die Hälfte des Gesamteinkaufs ausmacht. Grund genug, sich norwegische Aquakulturen einmal näher anzuschauen!

Foodblogger zu Besuch bei norwegischer Aquakultur

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Anfang Mai sind darum acht Blogger der Einladung FRIEDRICHS und des Norwegian Seafood Councils gefolgt und haben sich in Bergen, Norwegen, mit dem Thema Aquakultur auseinandergesetzt. Heute möchten wir Ihnen gerne von unserem Besuch auf einer Aquakulturanlage in der Nähe der zweitgrößten Stadt Norwegens berichten.

Vom Ei zum Fisch: Der Lebenszyklus des Lachses in der Aquakultur

Lachseier

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Die erste Station des Lachses heißt auf Norwegisch „Klekkeri“. In dem Raum, den man wörtlich mit „Schlüpferei“ übersetzen könnte, sind zahlreiche kleine Wannen mit den zart-rosafarbenen Eiern von Zuchtlachsen gefüllt. Rund 18.000 der Perlen passen in eine Wanne.

 

Wannen mit Lachseiern

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Je nach Höhe der Wassertemperatur schlüpfen die Lachse nach rund 60 Tagen und kommen dann in größere Süßwasser-Becken, in denen sie die nächsten Lebensmonate verbringen. In diesen großen Bassins wird bereits eine künstliche Strömung erzeug, denn schon die kleinen Lachse haben den angeborenen Trieb, immer gegen den Strom zu schwimmen.

Sind die Fische zu Beginn noch winzig und federleicht, wachsen sie im Laufe von sechs bis zwölf Monaten auf ein Gewicht von rund 100 Gramm heran. In diesem Stadium nennt man den Lachs Smolt. Haben die Smolts dieses Gewicht erreicht, ist in der Regel auch ihr Dottersack, aus dem sie sich in der ersten Zeit noch ernährt haben, aufgebraucht. Jetzt sind die Fische bereit, vom Süßwasser ins Salzwasser im offenen Meer übergesiedelt zu werden. Die Aquakultur imitiert den natürlichen Lebensweg des Lachses: Auch ihre wildlebenden Verwandten verbringen ihre ersten Monate im Süßwasser ehe sie sich auf den Weg in den Ozean machen.

Smolts

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Bevor die Lachse aber in die schwimmenden Becken vor der Küste Norwegens ausgesetzt werden, wird jeder einzelne Fisch gegen die sechs häufigsten Lachskrankheiten geimpft – je nach Größe und Gewicht mit einer individuellen Dosis. Durch die umfangreichen Impfmaßnahmen und strenge Hygienerichtlinien ist beispielsweise der Einsatz von Antibiotika in Norwegen auf ein weltweit einmalig niedriges Niveau, fast auf Null, gesunken.

Norwegens Küsten: Ideal für die Aufzucht von Lachsen

Mit den rund 101.000 Kilometern Küste und dem kalten, klaren Wasser ist Norwegen ideal geeignet für die Aufzucht von Lachsen. Dabei werden nur knapp 450 Quadratkilometer Wasserflächen für Aquakulturen genutzt und die einzelnen Anlagen bewusst weit voneinander entfernt aufgebaut. Eine übliche Aquakulturanlage besteht aus sechs bis zehn Netzgehegen mit den typischen kreisrunden, schwimmenden Begrenzungen. Die Netze sind in der Regel zwischen 30 und 50 Meter breit und 25 bis 50 Meter tief.

Aquakultur Anlage

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Dort leben die Lachse, wie auch in der Natur, im Schwarm. Mag man beim Anblick einer Aquakulturanlage denken, dass es eng für die Fische sei, so sollte man bedenken, dass Lachse auch in der freien Natur am liebsten „dicht auf dicht“, in sogenannten Schulen, schwimmen und so ihrem natürlichen Trieb als Schwarmfisch folgen. Gesetzlich festgelegt müssen Aquakulturanlagen 97,5% Wasser beinhalten – und nur 2,5% Fische. Von Massentierhaltung kann man hier darum kaum sprechen.

Lachse Aquakultur

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Der Züchter muss dabei vor allem für die ideale Futtermenge sorgen. Von Kameras überwacht, wird ständig kontrolliert, ob die Lachse noch fressen oder nicht. So kann sichergestellt werden, dass weder Lachsfutter verschwendet, noch der Meeresboden durch übermäßige Futtergabe überdüngt wird.

Lachsfutter

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Nach insgesamt zweieinhalb bis drei Jahren wiegen die Lachse zwischen drei und sechs Kilogramm und sind bereit für den menschlichen Verzehr. In zwei Wochen möchten wir Ihnen gerne einen Einblick in einen Verarbeitungsbetrieb geben, aus dem FRIEDRICHS frischen Lachs bezieht. In der nächsten Woche haben Sie aber erst einmal die Möglichkeit, ein köstliches Feinfischpaket zu gewinnen. Wir wünschen Ihnen viel Erfolg!

Ausgewachsener Lachs Aquakultur

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