Gottfried Friedrichs und Lachs aus norwegischer Aquakultur

Aquakultur gibt es noch nicht lange. Begonnen hat die Geschichte dieser recht neuen Art der Fischzucht in Norwegen: 1959 entwickelten dort zwei Einheimische das Konzept, Regenbogenforellen in schwimmenden Holzkäfigen zu züchten. Zehn Jahre später wurde die erste Zuchtstation für Lachse in Norwegen eröffnet.

Frühe Aquakultur-Anlage

Copyright: Gottfried Friedrichs

Gottfried Friedrichs als Vorreiter beim Thema Lachs aus Aquakultur

FRIEDRICHS war das erste deutsche Unternehmen, das Lachs aus Aquakulturen bezogen hat. Bis zu diesem Schritt war es ein weiter Weg: Der Norweger Thor Mowinkel bewirtschaftete eine kleine Aquakultur mit Regenbogenforellen. Seine Ehefrau stammte aus Hannover und kannte die Traditionsfirma FRIEDRICHS. Sie motivierte ihn, seine Idee, in der Aquakultur auch Lachse aufzuziehen, FRIEDRICHS vorzustellen. Der damalige Geschäftsführer von Gottfried Friedrichs, Heinz Struck, sah das große Potential des Lachses aus Aquakultur und entschied sich dazu, Mowinkel bei der Umsetzung seiner Idee zu unterstützen und ihm beratend zur Seite zu stehen. FRIEDRICHS begleitete die Entwicklung der norwegischen Aquakultur somit von Anfang an und hatte dadurch schon früh einen entscheidenden Marktvorteil: die Möglichkeit, ganzjährig Produkte aus frischem Lachs herzustellen und auf dem Markt anbieten zu können. Anfang der 1990er Jahre brachte FRIEDRICHS das erste Räucher-Produkt aus frischem atlantischen Lachs auf den Markt. Was Heinz Struck damals allerdings noch nicht wissen konnte: Die kleine Aquakultur Mowinkels war die Keimzelle von Marine Harvest – dem heute größten Zuchtlachskonzern der Welt. FRIEDRICHS ist der älteste Kunde des Unternehmens.

Lachs aus Norwegen

Copyright: Gottfried Friedrichs

Qualität ohne Kompromisse – von Anfang an

Im Labor von Gottfried Friedrichs

Copyright: Gottfried Friedrichs

Von Anfang an setzte sich FRIEDRICHS dabei für eine höchstmögliche Lachs-Qualität ein und begleitete die Anlagen bei der stetigen Verbesserung der Zuchtbedingungen. Dies bedeutete unter anderem den Einsatz von hochwertigem Futter, die Schaffung eines natürlichen Lebensraumes für den Lachs im Ozean und den vollständigen Ausschluss von Antibiotikaeinsätzen beim Fisch. Gottfried Friedrichs war eines der ersten Unternehmen, das ein eigenes Labor zur Qualitätskontrolle betrieb. Wir konnten darum penibel kontrollieren, ob unsere höchsten Anforderungen eingehalten wurden und der Entwicklung der Aquakulturanlagen immer wieder entscheidende Impulse geben. So geht beispielsweise die 24-stündige Ruhezeit nach der Entnahme aus der Anlage auf einen Hinweis des FRIEDRICHS’chen Labors zurück. Unser Labor hatte festgestellt, dass das Fleisch der Lachse eine festere und angenehmere Konsistenz hat, wenn diese Ruhezeit eingehalten wird. Auch einige Messmethoden wurden maßgeblich von Gottfried Friedrichs geprägt. So geht beispielsweise die standardisierte Messung des Fettgehalts eine Handbreit hinter der Rückenflosse auf unser Unternehmen zurück. Gottfried Friedrichs hatte übrigens über mehrere Jahre im Lachszentrum Bergen eine eigene Einkaufsgesellschaft. Deren Geschäftsführer, Oskar Faugstad, war vorher Vertriebsleiter der Firma Mowinkel und kannte sich aus diesem Grund bereits sehr gut mit FRIEDRICHS’ hohen Qualitätsansprüchen aus.

Im Labor von Gottfried Friedrichs

Copyright: Gottfried Friedrichs

Frischer atlantischer Lachs etablierte sich schnell auf dem Markt. Es dauerte nicht lange, bis auch andere Betreiber anfingen, Lachse in ihrer Aquakultur zu ziehen. Durch die frühzeitig angebahnten Geschäftsbeziehungen konnte FRIEDRICHS sich von Anfang an Lachse von absoluter Spitzenqualität aussuchen und ist bis heute Qualitätsführer im Bereich Räucher- und Graved Lachs.

Auch in der Gegenwart ist Gottfried Friedrichs noch als einer der kritischsten Käufer in Norwegen bekannt. Wir beziehen jährlich mehrere Millionen Kilogramm atlantischen Lachs aus Norwegen, was ca. die Hälfte unseres Gesamteinkaufs ausmacht. Sowohl unser Original Graved Lachs als auch der Rauch- und Stremel-Lachs sowie alle Lachsseiten für Großhandel und Gastronomie werden aus frischem atlantischem Lachs hergestellt.

Lachs aus Aquakultur leistet einen wichtigen Beitrag

Im Hinblick auf die globale Ernährungssituation halten wir verantwortungsvoll betriebene Aquakultur in Norwegen für eine sehr wichtige und zukunftsträchtige Möglichkeit, die Bevölkerung mit hochwertigem Lachs zu versorgen. Norwegen als Pionierland der Aquakultur ist hierbei aufgrund des wissenschaftlichen und fortschrittlichen Vorgehens nach wie vor absoluter Vorreiter. Lachs aus Norwegen ist gesund, außerordentlich lecker und ein wunderbares frisches Rohprodukt zur Herstellung von FRIEDRICHS Feinfisch-Delikatessen.

Wir freuen uns darum sehr, in Zusammenarbeit mit dem Norwegian Seafood Council am Sonntag gemeinsam mit acht deutschen Food Bloggern eine Reise nach Norwegen anzutreten. Vor Ort werden wir uns genau anschauen, wie in Norwegen Aquakultur betrieben wird. Selbstverständlich werden wir Ihnen hier auf unserem Blog davon berichten!

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