FRIEDRICHS inside – Hendrik Hahn aus dem Einkauf

Liebe Leser,

vor sechs Wochen haben wir Ihnen bereits den Geschäftsführer von Gottfried Friedrichs, Alexander von Reißwitz, vorgestellt. Heute möchten wir die Rubrik FRIEDRICHS Inside fortführen und Ihnen unseren Einkaufsleiter Hendrik Hahn vorstellen. Er arbeitet seit über 10 Jahren für FRIEDRICHS und hat uns ein paar Fragen zu seiner Tätigkeit im Einkauf beantwortet.

Hendrik Hahn

Copyright: FRIEDRICHS

Wie sind Sie zu Gottfried Friedrichs in den Einkauf gekommen? Hatten Sie schon vorher einen Bezug zu Fisch?

Ja, schon seit meiner Kindheit. Als Teenager habe ich meinen Sportfischereischein gemacht. Wir haben als Kinder immer gerne geangelt. Meine Eltern hatten eine kleine Räucherei auf dem Land. Dort habe ich von ihnen das Arbeiten mit Fisch gelernt: ausnehmen, beizen, räuchern. Außerdem haben wir uns schon seit den 80er Jahren mit der Unterstützung der Wiedereinbürgerung der Lachse und Meerforellen in heimischen Gewässern beschäftigt. Bei FRIEDRICHS anzufangen war ein sehr guter Schritt um Gelerntes und Erfahrenes zu intensivieren, auszubauen und sich weiterzuentwickeln. Zunächst habe ich in der Produktion und Produktionsplanung und dann für zwei Jahre in unserem neugebauten polnischen Werk gearbeitet. Anschließend bin ich in den Einkauf gewechselt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag aus bzw. welche wiederkehrenden Aufgaben haben Sie?

Der Einkauf ist saisonal geprägt und hat je nach Jahreszeit und den verschiedenen Fisch-Fangzeiten immer abwechslungsreiche neue Herausforderungen zu bieten. Ich halte natürlich täglich Kontakt zu den Mitarbeitern in unseren Werken. Vor allem aber tausche ich mit ständig mit unseren Lieferanten aus, verhandele Preise für Rohwaren und schließe mit unseren Zulieferern Verträge ab. Dabei behalte ich gemeinsam mit meinen Kollegen natürlich ständig im Blick, welche unserer Zulieferer aktuell die beste Qualität anbieten und vergleiche das Angebot. Darüber hinaus kümmere ich mich um die sogenannte Bedarfsermittlung: Wie viele Produkte werden wir in der nächsten Zeit vermutlich verkaufen, wie viel Rohware benötigen wir dafür und welche Mengen können in unseren Werken verarbeitet werden? Die verschiedenen Lieferungen müssen dann außerdem koordiniert werden.

Reisen gehört zu Ihrem Job: Wohin fahren Sie regelmäßig und wie oft? 

Ich fahre nicht überall gleich oft hin. Regelmäßig bin ich in Alaska, Norwegen, Dänemark, Island, Deutschland sowie auch in südlichen Ländern wie Italien. Dazu kommen Messebesuche und Fachveranstaltungen, zum Beispiel die Seafood Expo in Brüssel.

Was tun Sie auf Ihren Reisen?

Lieferantenbesuche gehören natürlich dazu. Ich mache mir vor Ort ein Bild davon, wie die Dinge stehen und entwickle ein Verständnis für die Erzeuger bzw. Packer der jeweiligen Rohwaren. Wenn man die aktuelle Situation des Geschäftspartners versteht, ist das meistens sehr hilfreich.

Welches berufliche Reiseziel war das spannendste?

Das ist schwierig zu beantworten. Generell sind für mich die Ziele interessant, wo ich noch nicht war und deren Kultur sich von unserer sehr unterscheidet. Spannend fand ich zum Beispiel meine erste Reise nach Alaska sowie nach Kamtschatka und Südkorea. In Kamtschatka zum Beispiel haben wir 2008 gemeinsam mit dem WWF ein Pilotprojekt zum Aufbau einer nachhaltigen Fischerei aufgebaut.

Gibt es ein besonders schönes Erlebnis während der vergangenen Jahre bei Gottfried Friedrichs?

Spontan fällt mir ein, wie ich vor einigen Jahren mit der Angel in Alaska vom Boot aus Fischen gewesen bin. Mein allererster Fang dort war ein 26 Pfund schwerer King-Lachs. Das war ein beeindruckendes Erlebnis!

Hendrik Hahn mit Coho-Lachs

Copyright: FRIEDRICHS

Wir danken Ihnen für dieses Interview!

2 Gedanken zu „FRIEDRICHS inside – Hendrik Hahn aus dem Einkauf

  1. Ein toller Job – nein mehr eine Berufung.
    Die Anforderungen sind erheblich, aber ich glaube, dass Herr Hahn dort genau richtig und auch zufrieden ist.
    Wie schon einmal gesagt, finde ich diese Art der Vorstellung der innerbetrieblichen Abläufe überaus interessant.

    • Liebe Frau Bauszus,

      vielen Dank für Ihren netten Kommentar! Es freut uns sehr zu lesen, dass die kleine „Inside“ Serie gefällt! Im nächsten Jahr folgen weitere Interviews & Vorstellungen.

      Mit den besten Grüßen
      Ihr FRIEDRICHS Team

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