ASC: Qualitätssiegel für nachhaltige Aquakultur

Fast die Hälfte aller Fische, die weltweit gegessen werden, stammt aus Süßwasser- und Meereszuchten. Das ist nicht erstaunlich, denn allein aus Wildfängen könnte die Nachfrage nach diesem vielfältigen und immer beliebteren Nahrungsmittel nicht befriedigt werden. Aktuell gelten rund 30 Prozent der Wildfischbestände als überfischt, da noch nicht in allen Fanggebieten auf nachhaltige Fischerei geachtet wird. Aquakultur bietet die Chance, der Überfischung entgegen zu wirken. Doch mit Fischzuchten in freien Gewässern entstehen neue Herausforderungen. Meist sind die Anlagen offene Systeme, das heißt sie stehen mit der natürlichen Umgebung in direkter Verbindung, so dass die Betreiber sich besondere Gedanken um den Schutz der Umwelt und die bestehende Wildfisch-Population machen müssen. Seit 2009 gibt es deshalb das ASC-Siegel des Aquaculture Stewardship Council für nachhaltige Aquakulturen.

Rezeptbild mit Forellen Filets

Copyright: FRIEDRICHS

Das ASC-Siegel kennzeichnet Zuchtfische aus einer Aquakultur, die sich den Standards des Aquaculture Stewardship Council verpflichtet hat. Wie das MSC-Siegel bei Wildfang hilft es den Verbrauchern, beim Kauf von Fisch und Meeresfrüchten eine gute, umweltfreundliche und sozial verantwortliche Wahl zu treffen. Außerdem macht es auf den ersten Blick erkennbar, dass das Produkt von einer Fischfarm stammt. Über das Siegel des Marine Stewardship Council hatten wir in unserem Blog schon berichtet. Das ASC-Siegel ist seine Entsprechung für den Bereich der Zuchtfische.

Das ASC entstand 2010 aus einer Initiative des World Wide Fund For Nature (WWF) und der Sustainable Trade Initiative (IDH) aus den Niederlanden. Es ist eine unabhängige Organisation, in der Fischzüchter, Umweltschützer, Regierungsvertreter und andere Interessengruppen vertreten sind. „Die Zertifizierung durch den ASC hilft, die Auswirkungen von Aquakultur auf Wildfisch-Bestände, marine Lebensräume, die Wasserqualität und die Gesellschaft deutlich und messbar zu mindern“, sagt dazu Jason Clay vom WWF. Zu den Standards gehören Vorgaben in den Bereichen:

  • rechtliche Vorschriften (Gesetzeskonformität, Betriebserlaubnis)
  • Wasser- und Gewässerschutz
  • Schutz der Artenvielfalt und der Wildbestände
  • Energie- und Futterverbrauch
  • Tiergesundheit (artgerechte Tierhaltung, kein unnötiger Einsatz von Antibiotika und Chemikalien)
  • soziale Verantwortung (z. B. Gesundheit und Sicherheit der Mitarbeiter)

Die ASC-Standards enthalten zudem Kriterien zum Fischfutter. Es muss beispielsweise rückverfolgbar sein und darf nicht aus überfischten Beständen stammen. Insgesamt honoriert das ASC-Siegel Fisch- und Meeresfrüchte aus verantwortungsvoller Zucht.

Bei Gottfried Friedrichs tragen bereits seit 2014 die FRIEDRICHS Forellen-Filets Wacholder geräuchert und der FRIEDRICHS Forellen-Caviar das ASC-Siegel. Als Vorreiter in Sachen nachhaltige Fischerei treiben wir unser Engagement so auch beim Thema Aquakultur konsequent voran.

FRIEDRICHS Forellen Filets Wacholder geräuchert

Copyright: FRIEDRICHS

2 Gedanken zu „ASC: Qualitätssiegel für nachhaltige Aquakultur

  1. Sinnhafte und nachhaltige Aquakultur wird aufgrund der zunehmenden Weltbevölkerung und Umweltbelastungen für unsere Kaufentscheidungen immer wichtiger! Eine prima Orientierungshilfe Ist das ASC-Gütesiegel. Höchsterfreulich, dass FRIEDRICHS diesen aktiven Verbraucherschutz auf seine Fahnen geschrieben hat! Gratulation!

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